IMSA Virginia: Mission Possible für BMW!

Zwar prangte groß der Schriftzug Mission: Impossible auf den beiden BMW M8 GTE, doch das neunte Rennen in der Debütsaison des M8 GTE in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship wurde zur Mission: Possible! Ein weitere Mal schrieb das BMW Team RLL BMW Motorsport Geschichte. Das Team feierte auf dem Virginia International Raceway den ersten Sieg und gleichzeitig das erste Doppelpodium für den neuen BMW M8 GTE!

Alexander Sims und Connor De Phillippi absolvierten im Nummer 25 BMW M8 GTE 88 Runden und hatten nach 2:40 Stunden Rennzeit 1,323 Sekunden Vorsprung auf die zweitplatzierte Corvette. Der Schwester M8 GTE mit der Startnummer 24, pilotiert von Jesse Krohn und John Edwards belegte zum Abschluss eines aufregenden Wochenendes den starken dritten Platz, lediglich 4,439 Sekunden hinter dem siegreichen Fahrzeug. Eine Stunde nach Rennstart wurde Sims durch einen Ausritt, gefolgt von einer Kollision mit einem GTD-Fahrzeug und einer Durchfahrtsstrafe zurückgeworfen. Doch das Team entwickelte eine Strategie, um ihn wieder nach vorn zu bringen. Sims nutzte die einzige Gelbphase zum Boxenstopp. Krohn blieb derweil draußen und ging dadurch in Führung. Der Finne kam erst in Runde 54 zum Service. Sims übernahm wieder Platz eins und fuhr einen Vorsprung von 45 Sekunden auf das enge GTLM-Feld heraus. Das war genug, um nach seinem eigenen letzten Tankstopp die Spitze zu behaupten und den ersten Sieg des BMW M8 GTE mit etwas mehr als einer Sekunde Vorsprung ins Ziel zu bringen.

BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt freute sich über den Erfolg: „Es ist großartig, den ersten Sieg des BMW M8 GTE feiern zu können. Herzlichen Glückwunsch an Alexander Sims, Connor De Phillippi und das BMW Team RLL zu diesem fantastischen Ergebnis. Dass unser neuer BMW M8 GTE bereits in seiner Debütsaison siegfähig ist, konnte man auch schon bei einigen Rennen zuvor sehen. Wir waren in der IMSA-Serie ein paar Mal nah dran, und auch bei den 24 Stunden von Le Mans hatten wir das Zeug für eine Spitzenplatzierung. Nun haben wir diesen Meilenstein erreicht. Dazu gratuliere ich neben Team und Fahrern auch allen Mitarbeitern in München, die einen großen Anteil an diesem Erfolg haben!“

Die Crew von Corvette Racing mit JanMagnussen und Antonio Garcia verhinderte den BMW-Doppelsieg. Magnussen und Garcia fuhren in ihrem gelben Mobil 1 / SiriusXM Chevrolet Corvette C7.R auf Platz zwei und erreichten ihr viertes Vize-Finish in fünf Rennen und das siebte Podiumsergebnis der Saison. Der amtierende GTLM-Champion führt die Meisterschaft provisorisch mit zwei Punkten Vorsprung um vier Punkte an. Oliver Gavin und Tommy Milner platzierten sich in der Schwester Corvette C7.R auf Rang sechs, als ihr Rennen genau zu Beginn des Rennens zunichte gemacht wurde. Milner startete das Rennen als Siebter, wurde aber in der ersten Runde nach einem Kontakt mit einem anderen GTLM-Fahrzeug zurück geworfen. Milner konnte zwar weiterfahren, aber die Corvette erlitt vorne rechts Schäden, die die Leistung des Autos beeinträchtigten. Garcia startete sein Rennen als Vierter und fuhr die ersten 55 Minuten mit einer Knieverletzung. Magnussen übernahm und übernahm die letzten beiden Stints. Er machte zwei Stopps . Der letzte Stopp war kritisch, da die Corvette Racing Crew ihn vor einem seiner Meisterschaftsanwärter holte, die zwei Runden zuvor an den Start gegangen waren, um den zweiten Platz und wertvolle Punkte zu halten.

Porsche konnte sich über das Team Wright Motorsports mit Porsche-Werksfahrer Patrick Long und Porsche Selected Driver Christina Nielsen freuen, die in Virgina ihre zweite Podiumsplatzierung der Saison einfuhren. Nach dem Sieg mit dem Porsche 911 GT3 R auf der Strecke in Road America wurde der zweite Platz auf dem Virginia International Raceway ein erneuter Erfolg in der GTD-Klasse. In der GTLM-Klasse belegten Earl Bamber und Laurens Vanthoor im Porsche 911 RSR mit der Startnummer 912 den fünften Platz. Das Schwesterauto mit dem Fahrer-Duo Nick Tandy und Patrick Pilet musste das Rennen nach rund einer Stunde mit einem technischen Defekt beenden.

Ford Chip Ganassi Racing verpasste am Sonntag in der Michelin GT Challenge auf dem Virginia Raceway das Podium knapp. Fahrer Dirk Müller fuhr den Ford GT Nr. 66 zur Zielflagge, nachdem Co-Pilot Joey Hand als Sechster ins Ziel kam. Ford CGR ist jetzt zweiter (Nr. 67) und dritter (Nr. 66) in der Meisterschaft und verteidigte seinen Vorsprung in der Herstellerwertung. Die Stimmung war trotzdem alles andere als optimal. „Es war ein schreckliches Ergebnis für uns“, sagte Ryan Briscoe. „Nachdem wir das Rennen an der Spitze geführt haben, stark aussahen und das ganze Wochenende über mit dem Auto zufrieden waren, wurden einfach viele Punkte weggeworfen. Es ist enttäuschend. Wir müssen beim nächsten Rennen in Laguna wieder stark werden und um die Meisterschaft kämpfen!“

Rennergebnis Virginia Klasse GTLM
1. Sims/De Phillippi (GB/USA), BMW M8 GTE, 88 Runden
2. Magnussen/Garcia (DK/E), Chevrolet Corvette C7.R, 88 Runden
3. Krohn/Edwards (FIN/USA), BMW M8 GTE, 88 Runden
4. Hand/Müller (USA/D), Ford GT, 88 Runden
5. Vanthoor/Bamber (B/NZ), Porsche 911 RSR, 88 Runden
6. Gavin/Milner (GB/USA), Chevrolet Corvette C7.R, 88 Runden

Der zehnte und vorletzte Lauf der IMSA SportsCar Championship wird vom 7. bis 9. September in Laguna Seca im US-Bundesstaat Kalifornien ausgetragen.

Fotos (c) BMW AG, Corvette Racing, Ford Chip Ganassi Racing, GM Media, Porsche AG