Abu Dhabi Desert Challenge: Prokop gewinnt! MINI stark!

Die Abu Dhabi Desert Challenge 2018 – die dritte Runde des FIA Cross Country Rally World Cup 2018 – ging gestern mit hervorragenden Ergebnissen für MINI zu Ende. Die bestplatzierte Crew aus der MINI Familie waren der Pole Jakub ‚Kuba’ Przygonski und sein belgischer Beifahrer Tom Colsoul. Nach fünf Renntagen und 1.300 Offroad-Kilometern kamen sie auf dem zweiten Gesamtrang ins Ziel. Gesamtsieger wurde der tschechische WRC- und Dakar-Pilot Martin Prokop auf seinen Ford F150 Evo.

Einmal mehr erwiesen sich der weiche Sand und die hohen Dünen als Herausforderung, die einigen Teilnehmern das Leben schwer gemacht haben. Zudem hatten die Teilnehmer mit den extrem hohen Temperaturen zu kämpfen: So litten einige Fahrer unter Erschöpfung und Hitzschlag. Ihre Erfahrung im internationalen Rallyesport – vor allem bei Wüstenrallyes – zahlte sich auch für die MINI Crew Stephan Schott und Beifahrer Paulo Fiúza aus. Auch wenn Schott bereits zu den älteren Teilnehmern im Feld gehört, trug sein über viele Jahre gesammeltes Rallye-Know-how definitiv dazu bei, dass er und Fiúza als zweitbeste MINI Crew auf dem fünften Gesamtrang ins Ziel kamen. Der dritte MINI innerhalb der Top-10 war der MINI ALL4 Racing von Kris Rosenberger, einem Newcomer im Langstrecken-Rallyesport. Seine Beifahrerin war dieses Mal Nicola Bleicher, und das Duo beendete sein erstes gemeinsames Wüstenrennen auf dem achten Platz. Die Tatsache, dass die beiden überhaupt in die Rallye starten konnten, war bereits ein Erfolg. Denn ihr MINI ALL4 Racing war einer von drei MINI Fahrzeugen, die zunächst im Zoll festhingen. Das hatte zur Folge, dass Rosenberger und Bleicher ihre ersten Erfahrungen in diesem legendären Auto erst mit dem Start der ersten Etappe sammeln konnten – also im Rennen selbst!

Ein weiteres wichtiges Gesprächsthema neben der verspäteten Ankunft der Fahrzeuge und der extremen Hitze war das Comeback von Luc Alphand im Langstrecken-Rallyesport. Einige Jahre sind vergangen, seit der Dakar-Sieger von 2006 sich bei einem Motorrad-Unfall so schwer verletzt hatte, dass er sich aus diesem aufregenden Sport verabschiedete. Doch nun ist er zurück – und Alphand stellte im MINI John Cooper Works Buggy schnell unter Beweis, dass er nichts von seinem Kampfgeist und seiner Entschlossenheit eingebüßt hat. Gleich auf der ersten Etappe auf dem Yas Marina Circuit kam der Franzose als Sieger ins Ziel. Leider erhielt Alphand später wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung eine Zwei-Minuten-Strafe, durch die er eine Position verlor und auf den zweiten Platz zurückrutschte. Auf der zweiten Etappe in der Wüste kosteten Probleme wertvolle Zeit, doch schon auf der dritten Etappe wurden Alphands Entschlossenheit und Anstrengungen mit einem weiteren Tagessieg belohnt. Er beendete die Rallye schließlich auf dem 15. Gesamtrang.

Eugenio Amos, ein weiterer Neuzugang in der MINI Familie, musste ebenfalls warten, bis sein Auto aus dem Zoll kam, und auch er konnte deshalb erst auf der ersten Etappe Bekanntschaft mit dem MINI ALL4 Racing schließen. Sein Beifahrer war Filipe Palmeiro, und die beiden konzentrierten sich darauf, sich gegenseitig kennenzulernen und mit dem MINI ALL4 Racing vertraut zu machen. Die neu zusammengesetzte Crew beendete das Rennen auf einem achtbaren 18. Platz. Das verspätete Eintreffen der Fahrzeuge traf auch die MINI Crew Yazeed Al Rajhi und Timo Gottschalk. Sie starteten in ihrem MINI John Cooper Works Rallye in die erste Etappe, mussten dann aber aufgeben, weil Al Rajhi erkrankte.

Fotos (c) ADDC, BMW AG, RallyZone – Edoardo Bauer