DRM: Schwieriger Auftakt für Peugeot!

Plötzlich einsetzender Schneefall, tückische Eisglätte und höchst anspruchsvolle Strecken. Perfekte Zutaten für einen spannungsgeladenen Start in die Mission Titelgewinn. Allerdings konnte das Peugeot Team ROMO mit Marijan Griebel und Copilot Alex Rath nicht in das Geschehen der ADAC Saarland-Pfalz Rallye eingreifen.

Die Enttäuschung war ihm deutlich anzusehen. Marijan Griebel konnte bei seinem Heimspiel in der Deutschen Rallye Meisterschaft nicht zeigen, was in ihm und seinem Peugeot 208 T16 steckt. Ein während des Shakedowns plötzlich aufgetretenes technisches Problem verhinderte den pünktlichen Start bei der ADAC Saarland-Pfalz Rallye. Weil man laut Reglement für jede nicht gefahrene Prüfung eine empfindliche Zeitstrafe kassiert, verzichtete das Team nach dem Rückschlag am Freitag auf einen Neustart am Samstag. „Natürlich bin ich riesig enttäuscht“, sagte der amtierende U28-Europameister. „…aber ich möchte trotzdem dem Team danken, die in den letzten Tagen kaum geschlafen haben und pausenlos am Auto arbeiteten, um den Fehler zu beheben!“ Null Punkte beim Saisonstart sind ein Dämpfer für das ambitionierte Ziel, in diesem Jahr den Titel in der Deutschen Rallye Meisterschaft einzufahren, doch Griebel zeigt sich kämpferisch: „Solche Dinge gehören auch zum Rallyesport dazu. Wir werden die Zeit bis zum nächsten Lauf nutzen, um unser Auto perfekt vorzubereiten. Ab jetzt heißt es für uns: Voller Angriff und den Rückstand schnellstmöglich wieder aufholen! Auch Oliver Bohr, Event- & Motorsport bei Peugeot Deutschland, ist überzeugt, dass das Einsatzteam von ROMO Motorsport alles daransetzen wird, bei der Anfang Mai stattfindenden ADAC Rallye ‚Rund um die Sulinger Bärenklaue‘ optimale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz zu schaffen. „Wir haben volles Vertrauen in das Können von Teamchef Ronald Leschhorn und seiner erfahrenen Mannschaft. Wir blicken voller Zuversicht auf die nächste Rallye“, sagte Bohr im Peugeot Mediendienst

Simone Tempestini, der bei seinem Testlauf in der DRM für die Rumänische und Italienische Rallyemeisterschaft trainierte, kam am besten mit den schwierigen Bedingungen zurecht und verwies die deutsche Konkurrenz auf die Plätze. Bereits ab der ersten Wertungsprüfung übernahm er die Führung und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. „Für unser neues Team und meinen neuen Co-Piloten war es ein optimaler Test. Mir hat es hier sehr gefallen und ich komme gerne wieder“, erklärte Tempestini im Ziel. Hinter dem rumänischen Team zeichnete sich zunächst ein Zweikampf zwischen Björn Sartorius im Subaru Impreza WRX und Dominik Dinkel ab, der nach einem Ausritt von Sartorius auf der WP 7 zugunsten von Dinkel endete. Das Team von Brose Motorsport war konstant schnell unterwegs und sicherte sich vier WP-Bestzeiten. „Ich bin sehr froh hier im Ziel zu stehen. Wir haben mit unserem zweiten Platz wichtige Punkte für die Meisterschaft gesammelt und konnten uns auf der abschließenden Powerstage vier Zusatzpunkte sichern. Kurz vor dem Ziel kamen wir noch etwas ins Schwitzen, da wir noch technische Probleme bekamen“, berichtete Dinkel im Ziel. Gut gelaunt zeigte sich nach der Rallye der drittplatzierte Ron Schumann: „Ich bin froh, dass wir nirgendwo volles Risiko gegangen sind, was sich jetzt ausgezahlt hat. Mit wenigen Ausritten und ohne größere Schäden stehen wir mit einem guten Podestplatz im Ziel. So kann es in dieser Saison gerne weiter gehen!“

Während Griebel an diesem Wochenende nur Zuschauer sein konnte, lieferte das saarländische Nachwuchstalent Roman Schwedt im Schwesterauto vor seinem Heimatpublikum eine bemerkenswerte Leistung ab. Im Peugeot 207 S2000 begeisterte der 19-jährige die vielen tausend Fans und konnte bei schwierigen Bedingungen mehrfach Top-3-Zeiten erzielen.

Fotos (c) ADAC Motorsport, Peugeot Kommunkation