WRC Mexiko: Loeb macht ernst!

Für die Freunde des gepflegten Rallyesports ist es das Comeback des Jahres. Rallyekönig Sebastien Loeb greift wieder ins Lenkrad des Citroen C3 WRC. Bei der Schotter-Rallye in Mexiko will der Rekord-Weltmeister vom 9. bis 11. März konkurrenzfähig sein!

Zwei Testtage mit rund 500 Testkilometern haben Sebastien Loeb und Copilot Daniel Elena hinter sich. Zur Vorbereitung auf die Rallye Mexiko testete Citroen Racing mit dem neunmaligen Rallye-Weltmeister in der spanischen Sierra Nevada. Citroen Racing gab sich viel Mühe, Loeb das ideale Terrain für seine Rückkehr ins Rallyeauto anzubieten. Die Equipe war auf 1.500 Metern Seehöhe unterwegs. und „…auch wenn es in Mexiko nochmal gut 800 Meter höher geht, der Untergrund kommt jenem von dort sehr nahe“, sagte Cédric Mazenq, der 35-jährige Citroen-Ingenieur, der Loeb bereits bei seinem Ausflug in die Tourenwagen-WM WTCC betreute. Loeb war während der Tests extrem fokussiert und probierte für seinen ersten Schotterlauf seit Argentinien 2013 zahlreiche Dämpfer- und Differenzialoptionen. Auch mit den Reifenmischungen experimentierte der Elsässer. Das manche Streckenbeschaffenheit Mischungen aus weichen und harten Pneus erforderlich macht, ist Neuland für Loeb. Sechs Jahre nach seiner letzten Rallye im mexikanischen Hochland war der Lerneffekt bei den Tests nahe der spanischen Stadt Almeria entsprechend hoch. Sebastien Loeb liebt das Rallyefahren, obwohl… „mit 44 Jahren bin ich kein Youngster“, sagte Loeb, dem klar ist, das keiner der aktuellen WRC-Piloten auf ihn gewartet hat. Das birgt Risiken. So ist rund ein Viertel der mexikanischen Wertungsprüfungen für Loeb völlig neu. Die über 30 Kilometer lange Wertungsprüfung ‚El Chocolate‘ kennt Loeb überhaupt nicht. Einen kleinen Vorteil sieht Loeb aber in der Höhe. Auf rund 2.500 Metern verlieren die WRC-Boliden gut und gern 25 Prozent ihrer 400 PS. „Das ist mal kein Nachteil“, sagte Loeb im Interview mit der MSa. „…sondern die Leistung die ich kenne!“ Bei der Vorbereitung kupferte Loeb auch von Sebastien Ogier ab und studierte zahlreiche Onboardvideos.

Einen weiteren Vorteil sieht Loeb in der Startposition. In Mexiko nimmt Loeb die Rallye vom elften Startplatz in Angriff. Direkt vor ihm startet Dani Sordo im Hyundai i20 WRC. Die Konkurrenz mit den schnellen Piloten stachelt Loeb natürlich an. „Ich muss auch schon Gas geben“, erklärte er nüchtern. „Ich werde mich warm anziehen und sehen war geht!“ Bei seinem zweiten Gaststart vom 5. bis 8. April auf Korsika dürfte Loeb erfahrungsgemäß stärker unterwegs sein. Loebs 170. WRC-Start in Mexiko wird nicht nur hier im Dorf mit Spannung erwartet. Loeb will es nochmal wissen und die Intensität seiner Vorbereitung lässt nur einen Schluß zu: Loeb macht ernst!

Mehr von der Rallye Mexiko bereits in den kommenden Tagen!

Fotos (c) Citroen Racing, World Media