Dakar 2018: Peterhansel in Schwierigkeiten!

Nach dem Ruhetag steht die Rallye Dakar plötzlich Kopf. Peugeot gleitet der sicher geglaubte Doppelsieg aus den Händen. Stephane Peterhanse verlor bei schwierigen Bedingungen über eine Stunde und zwanzig Minuten. Der Tagessieg geht an Carlos Sainz!

Nach 183 Kilometern steckte der Dakar-Rekordsieger plötzlich fest. Ein Wasserloch und ein Felsen wurden Peterhansel zum Verhängnis. Beim Umfahren des Wasserloches traf Peterhansel einen Felsen und der beschädigte die Radaufhängung seines Peugeot 3009 DKR Maxi derart, das Teamkollege Cyril Despres helfen und sogar Teile seines eigenen Autos opfern musste. Die Schadensbehebung dauerte über zwei Stunden, danach war für Peterhansel die Fahrt wieder frei. Doch der Franzose fiel auf den dritten Gesamtrang zürück. Der Traum vom vierzehnten Dakar-Sieg ist damit wohl ausgeträumt. Auf der siebten Etappe liefen die südafrikanischen Toyota wie ein Uhrwerk. Insbesondere Giniel de Villiers und Copilot Dirk von Zietzewitz fuhren eine saubere Prüfung. “ Das war eine extrem anspruchsvolle Etappe, viel anspruchsvoller als wir dachten. 70 Kilometer Kamelgras. Echt ‘ne harte Nummer. Und auch der Rest war durch den Regen sehr wellig geworden und dadurch eine echte Buggy-Prüfung. Wir haben eine saubere Prüfung gehabt, keine Probleme, auch navigatorisch alles perfekt hinbekommen. Giniel ist toll gefahren. Unser Hilux ist in Top-Form und in Super-Verfassung. Der Drops ist noch nicht gelutscht – noch ist bei dieser „Dakar“ alles möglich“, sagte Dirk im Ziel der ersten Marathonetappe.

Der zweite Teil der der Marathonetappe führt heutezwischen Uyuni und Tupiza etwas weiter hinunter, auch wenn während der Prüfung das „Dach“ der „Dakar“ erreicht wird – mit 4.786 Metern über Normalnull die höchste Stelle, während die Uhr läuft. Eine lupenreine Bergetappe. Anfangs wird die Navigation in der Hochebene eine große Rolle spielen, zwischen den Bergen hindurch durch viele Täler. Klassische Bergpisten, die sehr kurvig und fahrerisch fordernd sind, weil das Tempo hoch sein wird. „Damit werden wir zu kämpfen haben, denn in der Höhe nimmt die Leistung unserer V8-Benziner verglichen zu den Turbo-Dieseln der Konkurrenz deutlich mehr ab. Wir werden also härter herangehen müssen, wenn wir in der Tageswertung den Anschluss an die Konkurrenz nicht verlieren wollen. Das wird ein hartes Stück Arbeit, vorallem mit abgefahrenen Reifen und einem womöglich schon vom Vortag gezeichneten Hilux. Also: Keine Etappe, die Kopfzerbrechen bereitet, die man aber keinesfalls unterschätzen darf“, so Dirk von Zitzewitz. Der Start zur achten Etappe über 489 Kilometer ist heute um 13:49 Uhr MEZ.

Dakar 2018 Stand nach der 7. Etappe, PKW-Klasse
1. Carlos Sainz (ESP) / Lucas Cruz (ESP), PEUGEOT 3008 DKR Maxi, 21h41m38s
2. Nasser Al Attiyah (QAT) / Matthieu Baumel (FRA), Toyota, +1h11m29s
3. Stéphane Peterhansel (FRA) / Jean-Paul Cottret (FRA), PEUGEOT 3008DKR Maxi, +1h20m46s
4. Giniel de Villiers (ZAF) / Dirk von Zitzewitz (ZAF), Toyota, +1h20m54s
5. Bernhard Ten Brinke (NLD) / Michel Perin (FRA), Toyota, +1h25m04s
6. Jakub Przygonski (POL) / Tom Colsoul (BEL), Mini 4WD, +2h19m02s
7. Martin Prokop (CZE) / Jan Tomanek (CZE), Ford 4WD, +2h22m39s
8. Sheikh Khalid Al Qassimi (ARE) / Xavier Panseri (FRA), Peugeot 3008DKR, +2h41m26s
9. Peter Van Merksteijn (NED) / Maciej Marton (POL), Toyota, +4h23m35s
10. Lucio Alvarez (ARG) / Robert Howie (ZAF), Toyota 4WD, +5h14m16s

Fotos (c) Peugeot Sport, Toyota Gazoo Racing, DPPI, MCH Foto