Dakar 2018: Toyota legt nach!

Die 296 Kilometer lange Wertungsprüfung von Pisco nach San Juan de Marcona war wie geschaffen für Nasser Al-Attiyah. Der Katari, ein echter Dünenspezialist, nutzte auf der dritten Etappe seine Chance und ließ die Konkurrenz hinter sich. Auf der zweigeteilten Prüfung war Nasser mehr als vier Minuten schneller als Vorjahressieger Stephane Peterhansel!

Toyotas zweiter Etappensieg war der gelungene Konter gegen Peugeot. Nasser Al-Attiyah nutzte seine späte Startposition clever aus und schob sich mit seinem zweiten Etappensieg auf den dritten Gesamtrang vor, Der Katari hat einen Rückstand auf die Spitze von 7,43 Minuten. Das Polster auf den viertplatzierten Sebastien Loeb beträgt über zehn Minuten. Der Wettkampf der Buggys nimmt so langsam Fahrt auf, zumindest zwischen Peugeot und Toyota. MINI hatte dagegen erneut Pech. Nach dem Ausfall von Bryce Menzies verlor Mikko Hirvonen im zweiten MINI Buggy enorm viel Zeit. Der Finne und sein deutscher Copilot Andreas Schulz rutschten seitlich eine Düne herunter und blieben stecken. „Von dort kamen wir weder vorwärts, rückwärts noch seitwärts heraus. Es hat ewig gedauert, bis wir die Ersatzreifen unter dem Auto hatten, um uns befreien zu können. Yazeed hat uns zufällig gefunden.“ Yazeed Al-Rajhi und Timo Gottschalk im MINI John Cooper Works Buggy hielten an, um ihre Teamkollegen zu unterstützen. „Wir sind dann bis ins Ziel zusammen gefahren.“ Yazeed Al-Rajhi wurde als 30. gewertet, Hirvonen als 39. Für MINI-Pilot Nani Roma ist die Dakar 2018 dagegen beendet. Knapp einen Kilometer vor dem Ziel überschlug sich der zweifache Dakar-Sieger in den Dünen. Zwar brachte er den MINI JCW Rally noch ins Ziel, doch dort entschieden die Ärzte, ihn zur Sicherheit in ein Krankenhaus nach Lima zu fliegen. Da er die Verbindungsetappe nicht beendet hat, wurde er aus der Wertung genommen.

Am heutigen Dienstag schreibt die Rallye Dakar wieder einmal Geschichte. Die vierte Etappe führt in einer Schleife rund um San Juan de Marcona und beginnt mit einem Massenstart. Jeweils vier Autos starten gemeinsam in die Wertungsprüung, die nach einer kurzen Strandetappe über 100 Kilometer durch die Dünen führt. Die Veranstalter bezeichnen die Prüfung als die längste Dünenetappe in der Geschichte der Dakar. Die komplette Sonderprüfung des Tages erstreckt sich über 268 Kilometer und wird um 13:40 Uhr MEZ gestartet.

Dakar 2018 Stand nach drei Etappen, PKW-Klasse
1. Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret, Peugeot, 6:34.58 Std.
2. Cyril Despres/David Castera, Peugeot, + 3.11 Min.
3. Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel, Toyota, + 7.43 Min.
4. Sébastien Loeb/Daniel Elena, Peugeot, + 10.11 Min.
5. Giniel de Villiers/ Dirk von Zitzewitz, Toyota, +11.23 Min.
6. Carlos Sainz/Lucas Cruz, Peugeot, + 14.47 Min.
7. Bernard ten Brinke/MichelPerin, Toyota, + 31.18 Min.
8. Orlando Terranova/Bernardo Graue, Mini All4, + 35.19 Min.

Die Dakar-Zwillinge Tim und Tom Coronel halten sich auf ihrem Jefferies-Buggy bisher wacker. Im losen Sand und mit Motorüberhitzung kämpfend, schafften es die beiden Holländer bis ins Ziel. In der Truck-Klasse behält das Team Kamaz-Master mit Chefpilot Eduard Nikolaev die Gesamtführung vor Alain Loprais vom Tatra Team Loprais und Federico Villagra auf IVECO. Martin Kolomny von Tatra Buggyra Racing hält Anschluß an die Spitzengruppe.

Fotos (c) RedBull Content Pool, Team X-Raid, Tim Coronel Media