Geliebter Nürburgring, was ist nur aus dir geworden

 
Guten Morgen aus Düsseldorf!
 
Es war der Sommer des Jahres 1967, ich war grad mal 10 Jahre alt, da besuchte ich dich zum ersten Mal. Ich habe deine großen Jahre miterlebt und auch die Katastrophen. Die Siege der Legenden und das Sterben von Helden. Die Formel 1, die DRM, die 1000-Kilometer Rennen und die 24-Stunden Parties, Laudas Unfall, Herbert Müllers Tod, den Umbau in die Grand Prix Strecke und noch ein paar schöne Jahre am Castrol-S. Und heute? Geblieben sind Erinnerungen, denn was sich in diesen Tagen auf den Eifelhöhen abspielt ist nicht mehr „mein“ Ring!
 
 

 Nürburgring verschlingt weitere Millionen – Und wer macht den Profit?

Mehr als 42.000 Rennsportfreunde haben den Internet-Aufruf „Rettet den Nürburgring“ bereits unterschrieben. Sie alle wollen eins: dass die Rennstrecke vom Hotelbetrieb und Freizeitpark getrennt wird. Sie haben Angst, dass der Motorsport an der Nordschleife bei der Suche nach immer neuen Erlösmodellen unter die Räder kommt.

Sabine Schmitz beispielsweise hat ein Gästehaus und ein Renntaxi für Touristen und sie hat Angst um ihre Existenz. Seit die Landesregierung den kompletten Ring an die Lindner Hotel-Gruppe und den Ex-Investor Kai Richter verpachtet habe, sagt sie, versuchten die das ganze Geschäft an sich zu reißen. Große Hotels, Feriendörfer, Gastronomie und eben der Ring – alles in einer Hand. Die Klein-Unternehmer am Ring sprechen von einem Nordschleifen-Monopol. Mit Millionen von Steuergeldern, so Kritiker, sei am Ring eine neue Konkurrenzsituation entstanden. Gestern brachte das SWR-Fernsehen einen neuen Bericht über die trügerische Ruhe am Ring.
 
 
Quelle (SWR)
 
 
 

 

 

4 Kommentare

  1. EscortBDA

    Du sprichst mir aus der Seele. Unfassbar was sich dort abspielt und jetzt geht auch noch die Industrie……

  2. ERalf

    Auch ich kenne den Ring noch aus seinen schönen Zeiten.
    Heute fahre ich höchstens noch einmal im Jahr dorthin, obwohl ich sehr häufig in der Eifel bin.
    Wenn ich schon diese schrecklichen Betonklötze sehe, möchte ich am liebsten gleich wieder abdrehen.
    An der Nordschleife gibt es glücklicherweise Stellen, die noch ein wenig an die alten Zeiten erinnern.
    An mir werden die neuen Herren keinen Euro verdienen, im Gegenteil, ich mache kräftig Anti-Werbung, die sogar fruchtet.
    Denn je schneller den Kinder-Kirmes-Managern die Leute fern bleiben, die Kassen hohl klingen, um so eher wird ihr Konzept auch öffentlich in Frager gestellt.
    Noch lügt man seitens der Landesregierung, die letztlich für diesen Schlamassel verantwortlich ist, dass sich die Balken biegen.
    So will man sich über den Wahltermin schmuggeln, um danach in alter verlogener Manier weiter den Bürger zur Kasse zu bitten.
    Eigentlich kann man bei dieser Sachlage nur zum kompletten Boykott aufrufen, und wenn auch nur 10 Prozent der Leute mit etwas Hirn im Kopf mitziehen, reicht das schon.
    Osterwochenende wäre doch ein sehr guter Termin, mal Handzettel am Kreisverkehr zu verteilen, dass man seine Runden reduziert oder einfach mal bleiben lässt.
    Es geht halt nicht anders.

  3. EbbHead

    Nordschleife gefällt mir inzwischen besser auf dem PC. Da gibt es kein Affentheater und die 1967er Zeiten leben wieder auf (Grand Prix Legends sei Dank), bald auch mit Südschleife 🙂

  4. Zonser Gridgirl

    Bravo!!!!

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