DRM Niedersachsen: Entscheidung vertagt!

Skoda-Youngster Fabian Kreim braucht einen zweiten Anlauf zum Titelgewinn. Kreim und Copilot Frank Christian kamen in Niedersachsen nicht über den dritten Rang hinaus. Dominik Dinkel holte sich seinen ersten DRM-Sieg. Peugeot und Emil Bergkvist erlebten ein schwieriges Wochenende!

Wechselnde Witterungsbedingungen mit teils heftigen Regenschauern machten die ADAC Rallye Niedersachsen extrem spannend. Den siebten von acht Saisonläufen der Deutschen Rallye-Meisterschaft gewannen Dominik Dinkel und Copilotin Christina Kohl im Brose-Škoda Fabia R5. Sie absolvierten bei ihrem ersten DRM-Sieg die 13 Wertungsprüfungen über 117,46 Kilometer rund um Osterode am Harz in 1:06:52,7 Stunden. Mit Rang zwei feierten René Mandel und Dennis Zenz eine gelungene Premiere im Hyundai i20 R5. Die amtierenden Meister Fabian Kreim verlor nach einem Ausrutscher die Führung und fuhr im Škoda Fabia R5 auf Rang drei. Durch den Sieg schob sich Dinkel mit nun 117 Punkten auf Rang zwei der DRM-Wertung, einen Zähler vor Mandel (116). Kreim bleibt mit 138 Punkten an der Spitze, beim Finale bei der ADAC 3-Städte-Rallye Ende Oktober haben alle drei noch Chancen auf den Titel. Dabei sah eigentlich alles nach einer souveränen Fahrt für Fabian Kreim aus. Vom Start weg ging Kreim an die Spitze, allerdings immer in Schlagdistanz gefolgt von Dinkel und Mandel. Die Bestzeitenwertung zeigt je fünf schnellste Zeiten für Kreim und Mandel, Sieger Dinkel lag viermal an der Spitze des Feldes.

Schwierige Straßenverhältnisse, falsche Griffe in die Reifenkiste und individuelle Fehler sorgten im gesamten Feld für Verschiebungen. „Die ganze Rallye war sehr spannend, vor allem zwischen uns drei an der Spitze ging es richtig zur Sache, jeder wollte gewinnen. Das war bis zum Schluss richtig knapp“, sagte Dinkel im Ziel. Mit etwas Abstand war auch Mandel mit seiner Premiere im Hyundai i20 R5 zufrieden. „Das Auto ist der Wahnsinn. Es fährt sich einfach Klasse und es macht richtig viel Laune. Ich habe ein paar Fahrfehler im Laufe der Rallye gemacht, das hat unter dem Strich viel Zeit gekostet und ist ärgerlich!“ Noch mehr Pech hatte Fabian Kreim in der Schlußphase der Rallye. Nach zuletzt drei DRM-Siegen in Serie rutschte der Odenwälder auf einer nassen Wiese aus, flog in einen Graben und beschädigte sich die Front seines Skoda Fabia R5. Mit Hilfe tatkräftiger Zuschauer konnten Kreim und Christian die Fahrt fortsetzen, verloren aber über zwei Minuten auf die Spitze. Mit Kreims Ausrutscher wurde die Entscheidung um den Titel vertagt. Die Entscheidung fällt nun am 20. und 21. Oktober bei der 3-Städte Rallye. Schon ein fünfter Platz beim Saisonfinale würde Fabian Kreim zum Titelgewinn reichen.

Für Peugeot-Pilot Emil Bergkvist verlief die Rallye Niedersachsen nicht nach Plan. Mit Podestansprüchen gestartet, wurde Emil ein Opfer der tückischen Wetterbedingungen. Unglücklicherweise rutschte der Schwede schon am Freitagabend nach dem Ziel der ersten Wertungsprüfung von der Fahrbahn und beschädigte dabei den Kühler des Peugeot 208 T16 R5. Für das Auslassen der zweiten Prüfung erhielt das Team eine Zeitstrafe von fünf Minuten. Zum Glück konnte der Schaden rasch im Service behoben werden, so dass der von ROMO Motorsporttechnik vorbereitete Peugeot am zweiten Tag der Rallye wieder starten konnte. Emil Bergkvist, nach der Rallye Thüringen zum zweiten Mal Gaststarter im Team Peugeot ROMO, setzte mit zahlreichen guten Zeiten unter den Top-3 positive Akzente, fiel aber am Nachmittag erneut den unberechenbaren Streckenverhältnissen zum Opfer. Ein weiterer Ausrutscher auf der schlammigen Piste kostete erneut Zeit. „Dies war eine meiner schwersten Rallyes“, stellte das 23-jährige Talent aus Schweden im Ziel fest. „Sehr schade, dass ich nicht ein weiteres Podiumsergebnis für das Team erreichen konnte“, ergänzte Emil im Peugeot-Mediendienst. Mit einem Rückstand von über zehn Minuten erreichten Emil Bergkvist und Copilot Jona Flöne als zehnter das Ziel.

Auch Peugeot ROMO richtet sein Augenmerk nun auf das Saisonfinale im bayrischen Kirchham. Traditionell wird ein hochkarätiges Starterfeld erwartet, in dem das Team Peugeot ROMO erneut Akzente setzen will.

Fotos (c) ADAC Motorsport, Peugeot Kommunikation, Skoda Auto Deutschland