Trophée Andros: Dubourg ist Champion!

Die französische Eisrennsaison 2015/2016 endete am Wochenende mit dem ultimativen Showdown. Im packenden Titelduell zwischen Altstar Franck Lagorce und Jean-Baptiste Dubourg hatte der Youngster die Nase vorn. Jean-Baptiste Dubourg tritt damit die Nachfolge von Jean-Philippe Dayraut an!

Der französische Motorsport hat einen neuen Eismeister. Auf dem 400-Meter Oval von St. Dié des Vosges trugen Franck Lagorce und Jean-Baptiste Dubourg einen äußerst spannenden Thriller um den Titel aus. Im ersten Finale lieferten sich die beiden einen knallhart geführten Zweikampf, der bei genauem Hinsehen bis aufs Messer ausgetragen wurde. Franck Lagorce sicherte sich den zweiten Platz hinter Benjamin Riviere und blieb bis zum allerletzten Lauf der Saison punktgleich mit Jean-Baptiste Dubourg.


SFinale I ELITEPro Saintdié2016 von TropheeAndros

Im strömenden Regen musste das abendliche Finale die Entscheidung bringen. An der Spitze duellierten sich Dubourg, Panis, Dayraut und Heikkinen, dahinter lauerte Lagorce auf seine Chance. Doch plötzlich kämpfte ‚Francky‘ mit Problemen an seinem Renault Duster und flog in die Reifenstapel. Dubourg nutzte die ihm gebotene Chance, fuhr hinter Olivier Panis auf den zweiten Podestplatz und sicherte sich damit das Championat der Trophée Andros. Für den 25-jährigen Renault Clio Piloten ist es der erste große Titel, doch weitere sollen folgen. Dubourg und das Team von D.A. Racing werden im Laufe der Saison auch in der französischen und der europäischen Rallyecross-Saison antreten. Die Voraussetzungen dafür haben Dubourg und sein Team nun geschaffen.


SFinale II ELITEPro Saintdié2016 von TropheeAndros
ambiance-stdie-104Jean-Baptiste Dubourg tritt die Nachfolge von Jean-Philippe Dayraut an, der eine enttäuschende Saison erlebte. Dayrauts SainteLoc-Team erlebte zu Saisonbeginn ein Desaster, als die Nockenwelle im 3-Liter V6-Aggregat des Mazda 3 einfach nicht arbeiten wollte. Zwar standen Dayraut äußerst fähige Ingenieure zur Seite, doch als die Probleme mit dem Motor behoben waren, glitt Dayraut die Operation Titelverteidigung aus den Händen. Das komplexe Punktesystem der Trophée Andros verträgt so gut wie keine Ausfälle, es sei denn man nimmt sich ein einziges Streichresultat. Darunter litt auch die Audi-Truppe des belgischen WRT-Teams, die mit Olivier Panis und Adrien Tambay zumindest in Teilen mithalten konnten. Olivier Panis kam über einige Achtungserfolge nicht hinaus. DTM-Pilot Adrien Tambay bewies dagegen die Leistungsfähigkeit des neuen Audi A1 quattro. Doch mit Beginn der zweiten Saisonhälfte griffen plötzlich Jean-Baptiste Dubourg und Franck Lagorce ins Geschehen ein. Die französischen Fans waren aus dem Häusschen, schließlich gilt ‚Francky‘ als Liebling der Massen. Fokussiert ging Lagorce zur Werke und arbeitete sich immer näher an Dubourg heran. Konstant lieferten sich die beiden knallharte Fights, die meistens von großer Fairniss geprägt waren. Am Ende der äußerst unterhaltsamen Saison war es die Technik, die Lagorce einen Streich spielte. Der 47-jährige ging als Unterlegener vom Platz und läutete damit einen Machtwechsel ein. Erstmals ging die Trophée Andros an einen jungen Nachwuchspiloten, der mit großer Routine und noch größerem Können überzeugen konnte.

Für die Beobachter der Serie war Dubourgs Titel eine große Überraschung, hatte man doch vor Saisonbeginn ein wenig Kleingeld auf die alten Hasen Dayraut und Panis gesetzt. Aber so ist die Trophée Andros. Enorm viele Details machen den Unterschied aus und nur die wenigsten davon sind planbar. Freuen wir uns also auf eine Fortsetzung im Dezember, wenn die Trophée Andros die Saison 206/2017 in Angriff nimmt!

alle Fotos (c) Tropée Androos, B. Bade

1 Kommentar

  1. Hoerbi

    Ooops…. das heisst, ich hab auch Geld verloren 🙁

    Sei’s drum! Die TA16 war bis zum Finale spannend 🙂

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