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Daytona: Rocky holt die Rolex

Guten Morgen aus Düsseldorf!

Mike Rockenfeller gewann gestern mit dem Action-Express Porsche-Team die 24 Stunden von Daytona, den ersten Langstreckenklassiker der Saison! 

Mit dem in Schwarz-Rot-Gold lackierten Riley-Porsche, pilotiert von Mike Rockenfeller, dem Portugiesen Joao Barboa, dem Schotten Ryan Dalziel und dem US-Amerikaner Terry Borcheller, lieferte das Action-Express Team ein perfektes Debüt ab. Erster Einsatz, erster Gesamtsieg! Eine bessere Statistik gibt es nicht. Allerdings profitierte Action-Express vom Ausfall einiger Konkurrenten. So verlor Chip Ganassi in der Nacht sein Top-Auto mit Francitti, Montoya, Dixon und McMurray durch Motorschaden.
Regen und die kühle Witterung forderten in Daytona ihren Tribut. Viele Teams drehten sich auf nasser Piste oder mit kalten Reifen. Das diesjährige Rolex 24 At Daytona entwickelte sich von Beginn an zu einem anspruchsvollen Rennen. Umso wertvoller war der Sieg der Action-Express Truppe, die den Riley mit dem Porsche-Cayenne V8 Triebwerk ohne einen Kratzer ins Ziel trugen. Glückwunsch zu diesem perfekten Rennen! Hier das komplette Rennergebnis des Rolex 24 At Daytona 2010 und eine Zusammenfassung des Rennens auf zwei Videos. Schöne Bilder und schöner Sound!

 


 

Daytona erlebte noch einen weiteren großen Moment! 20 Stunden fuhr der Brumos-Porsche, dann schlug die Defekthexe zu und Hurley Haywood beendete seine beeindruckende Rennfahrerkarriere an der Box.

Der 61-jährige gewann die 24 Stunden von Daytona insgesamt fünfmal: 1973 und 1975 gemeinsam mit dem legendären Peter Gregg. 1977 mit John Graves und Dave Helmnick, 1979 mit Ted Field und Danny Ongais und 1991 mit den Legenden Bob Wollek und Henri Pescarolo. Dreimal gewann Haywood die 24 Stunden von Le Mans: 1977 mit Jackie Ickx und Jürgen Barth, 1983 mit Vern Schuppan und Al Holbert auf dem legendären Rothmans-Porsche 956C und 1994 mit Yannick Dalmas und Mauro Baldi. Nach dem Tod von Peter Gregg übernahm Haywood 1980 die Leitung des Porschezentrums Brumos in Jacksonville/Florida. Einer der ganz Großen des klassichen Langstreckensports hängte gestern den Helm an den berühmten Nagel. Ich hatte das große Glück, Hurley Haywood Anfang der Achtziger Jahre einmal persönlich zu treffen. Das war die Zeit als aus Langstreckenrennen plötzlich 24-Stunden-Sprints wurden und rechnergestützte Rennstrategien den Stoppuhr-Drückern den Rang abliefen. Haywood machte kein Hehl daraus, das war nicht mehr seine Art Langstreckenrennen zu fahren. Trotzdem blieb er seinem Lieblingssport treu. Bis gestern!

Haywoods Abschiedspressekonferenz, bewegende Momente eines großen Motorsportlebens!

Das wars auch schon für heute. Mittwoch gibts mehr von den F1-Tests in Valencia. Mit Spannung erwarte ich den Auftritt des neuen Mercedes GPW01. Übrigens, der neue Renault R30 ist optisch ein echter Hingucker und erinnert in der klassischen Schwarz-Gelb Lackierung an die Renault Turbos aus den Achtzigern….

Bis dahin, einen schönen Tag noch!

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