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DTM: Paffett siegt, Scheider gewinnt

Hallo aus Düsseldorf!

Mannomann, das war einer der letzen großen Motorsporttage des Jahres. In aller Frühe V8 aus Surfers Paradise. Am Nachmittag dann die Finals der DTM und der FIA-GT. Und am Abend fährt noch die NASCAR. Aber erstmal der Reihe nach…

Gary Paffett gewann das Rennen, doch Timo Scheider verteidigte seinen DTM-Titel mit einem zweiten Platz. Zwar holte der Brite seinen vierten Sieg in der laufenden Saison, Timo Scheider war über die 10 Rennen des Jahres der wesentlich konstantere Fahrer.

Das Finale in Hockenheim entwickelte nur in den ersten Runden die erhoffte Spannung. Ekström gelang ein perfekter Start. Paffett ließ sich aber nicht abschütteln und es entwickelte sich ein fröhlicher Zweikampf. Nach ein paar Kontakten übertrieb es Ekström wohl ein wenig und beschädigte sich den Kühler. Ein früher Ausfall war die Folge. Hatten die ersten drei, vier Runden noch Funken gesprüht, verfiel die Veranstaltung danach in den typischen DTM-Stil. Spannung bezog der letzte Lauf der Saison nur noch aus der Frage: Halten Scheiders Reifen? Sie hielten und Scheider folgte Paffett wie ein Schatten bis ins Ziel. Sieben Runden vor Schluß kam noch ein Hauch von Hektik auf. Susie Stoddart verlor ihren Dienstwagen in der ersten Kurve. Eine Ausfahrt des Safety-Cars war die Folge. Doch auch nach dem Restart blieb die Führung bei Paffett, gefolgt von Scheider und Paul Di Resta. Alexandre Premat wurde Vierter und darf sich Hoffnung auf das Kristensen-Cockpit machen.

Tom Kristensen sah die Zielflagge leider nicht. Lauda rempelte den Dänen in einen Dreher. Ein Schaden an der Hinterachse beendete Kristensens DTM-Karriere, der sich nun auf die Sport-Prototypen konzentrieren will. Hier das komplette Ergebnis des Rennens. Das wars also mit der DTM 2009. Wenn alles gut geht, startet die Serie am 18. April 2010 wieder in Hockenheim. Die technische Substanz wird die gleiche sein wie 2009. Wohl auch die Langeweile… Wie ich ja schon vor ein paar Tagen schrieb. Es wird Zeit für etwas Neues!

Zeitgleich drehten in Zolder die Boliden der FIA-GT ihre Runden. Michael Bartels und Andrea Bertolini sicherten sich mit dem dritten Gesamtrang die FIA-GT Meisterschaft. Im nächsten Jahr erwartet uns eine FIA-GT Weltmeisterschaft mit insgesamt 12 Rennen auf 5 Kontinenten. Insgesamt werden 24 GT1 Autos von 6 verschiedenen Herstellern an den Start gehen. Ich rechne mit einer verdammt starken Serie, die sich das WM-Prädikat wirklich verdient hat. Übrigens, Jean Alesi, der ex F1- und DTM-Pilot wird bereits als Neueinsteiger in die FIA-GT WM gehandelt. Der Franzose testete vor einigen Tagen in Maranello einen Ferrari F430 und hat nach eigenen Aussagen mächtig Spaß an den neuen GT-Autos.

Mächtig Spaß hatten am frühen Morgen auch die V8-Kutscher in Surfers Paradise. Beide Sonntagsrennen waren an Dramatik und Spannung kaum zu überbieten. Der erste Lauf war ein echte Crash-Festival. Im zweiten ging es nur unwesentlich ruhiger zur Sache. Mark -Frosty- Winterbottom war der Mann des Tages. Ein zweiter Platz und ein Sieg gestern, ein zweiter Platz und ein Sieg heute. Besser kann man es (fast) nicht machen. Für Ärger sorge Jamie Whincup. Im ersten Lauf des Sonntages versenkte der V8-Champion sein Auto in die Mauer. Im zweiten Lauf drängte Whincup so agressiv durchs Feld, das Jason Bargwanna und Steven Richards Whincups Überholmanöver mit einem Abflug in die Mauer bezahlten. Die Gemüter kochten hoch, doch als das Safety Car nach wenigen Runden die Piste verließ, ging es in in gewohnter Manier weiter. Kontakt in allen Ecken und ein sehr intensives zweites Rennen, das Whincup auf dem sechsten Rang beenden konnte. Vom Startplatz 23 kommend und einige Gegner wegräumend, wohlgemerkt. Hier die kompletten Ergebnisse des ersten und zweiten Laufes vom heutigen Tag aus Surfers Paradise.

Heute abend gibts dann noch die NASCAR. Juan Pablo Montoya muss in Martinsville versuchen, verlorenes Terrain gutzumachen.

Mehr dazu dann morgen früh. Bis dahin, einen schönen Tag noch!

 

2 Kommentare

  1. Chris
    Oktober 25th, 2009

    | 19:46

    Also, ich weiß ehrliche gesagt noch nicht, ob ich mir die DTM nächstes Jahr noch mal gebe… Auch das letzte Rennen war so was von langweilig. Nur am Anfang gab es ein paar spannende Szenen, ja. Aber dann dümpelte es ereignislos so hin;( Leider. Und warum sollte das 2010 anders sein bei gleichen Autos und Reglement? Das Ganze hat mit einem Rennen nicht wirklich viel zu tun.

  2. Norbert Gettinger
    Oktober 26th, 2009

    | 09:15

    Korrekte Einschätzung!

    Vom “hochspannenden Superfinale” der DTM war auch am TV nichts zu spüren. Nach Ekströms Ausfall war es vorbei mit der Spannung. Um die DTM werde ich im nächsten Jahr einen Bogen machen. Gleiches Regelwerk, gleiche Autos, vielleicht ein paar neue Fahrer aber weiterhin die geiche Langeweile :-(

    Es bleibt wirklich nur die Hoffnung auf bessere Zeiten ab 2011.

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