NASCAR: Danica startet am Samstag!
Guten Morgen aus Düsseldorf!
Danica Patrick fährt am Samstag in Daytona den Auftakt zur Nationwide-Series! Nach ihrem ultraspektakulären Auftritt beim ARCA-Rennen gab Danica Patrick ihre Entscheidung gestern bekannt. Eigentlich wollte die Indycar-Amazone ja erst zum zweiten Lauf in Fontana starten. Wie es scheint, hat sie nun der Ehrgeiz gepackt! Der erste Lauf zur NASCAR Nationwide Series auf dem Daytona Speedway startet am kommenden Samstag um 19:15 Uhr. Danicas Car Control im Indycar Style begeistert auch heute die Stock Car Fans. Deshalb habe ich die Video-Highlights ihres ersten ARCA-Rennens hier noch einmal verlinkt. Achtet mal auf den Spaß in ihren Augen, als sie nach Ende des Rennens der Presse ein Interview gibt!!
Spaß, wenn auch der etwas anderer Art, macht sich so langsam bei RTL breit. Der deutsche F1-Free-TV Sender rechnet fest mit einem neuen Quotenhoch. Nach Jahren der Stagnation hofft RTL wieder auf den Schumacher-Effekt.
IP Deutschland, der Werbezeitenvermarkter der RTL-Gruppe, gab vor kurzem Preise für die Werbeeinblendungen während der Formel 1 Übertragungen bekannt: Der günstigste Spot im Live-Rennen liegt, aufgrund der Zeitverschiebung, bei 21.900 Euro für die Rennen in Japan und Südkorea. Bei den europäischen Live-Rennen kostet ein Spot zwischen 48.900 und 66.900 Euro, beim Grand Prix von Brasilien liegt der Spotpreis bei 93.000 Euro. Doch auch für kleine Budgets ist die Formel 1 zu haben: Bereits ab 2.100 Euro gibt es einen 30-Sekünder im Umfeld des freien Trainings. RTL und natürlich auch SKY werden frohlocken, denn Michael Schumachers Comeback wird die Quoten der Sender wieder nach oben treiben.
Zum Schluß meines heutigen Kurz-Blogs noch ein paar Infos in eigener Sache! Auf meinen Racing History Videos habe ich inzwischen eine grandiose Filmsammlung aus den frühen Jahren der DTM zusammen gestellt. Auch brandneu online ist die Dokumentationssammlung zur Mille Miglia.
Und sonst….
….Ab morgen dreht die Formel 1 weitere Testrunden. Die zweite Serie der Einstellfahrten findet bis zum 13. Februar auf dem Kurs von Jerez statt. Sebastian Vettel greift erstmals mit seinem neuen Sportgerät in die Zeitenjagd ein. Inzwischen läuft auch der neue Virgin VR-01. Der Shakedown in Silverstone verlief erfolgreich. Timo Glock und Luca de Grassi werden mit dem optisch gut gelungenen Auto auch in Jerez erwartet. Auch Lotus konnte sein Cosworth-Aggregat inzwischen zünden. Der Launch des Autos ist für den 12. Februar geplant. Das Testprogramm soll am 17. Februar aufgenommen werden. Aktuelle News von den Tests gibts morgen per Twitter und am Donnerstag wieder hier.
Bis dahin, einen schönen Tag noch!
NASCAR: Harvick gewinnt Shoot Out
Spektakulärer ging es beim Auftakt der ARCA-Serie zur Sache. Danica Patrick und Nelsinho Piquet waren die Protagonisten in einem unfallträchtigen Rennen. Danica Patrick liess allerdings keine Zweifel an der Ernsthaftigkeit ihrer Stock-Car Pläne aufkommen und setzte sich mit dem sechsten Gesamtrang sehr ordentlich in Szene. Ein Kontakt, ausgerechnete mit Piquet, kostete der Amazone erst viele Plätze. Das Abfangen des Autos und die dann folgende Aufholjagd war aber DER Beleg für Danicas CarControl. Hut ab, Klasseleistung! Hätte ich nicht erwartet! Inzwischen spekuliert die US-Stock-Car Szene darüber, ob sich Danica Patrick den Start im Nationwide-Rennen zutraut? Bereits morgen soll die Entscheidung fallen! Inzwischen gibt es auch von Danicas Kontakt mit Piquet ein Video. Einfach toll, wie sie bei über 300 km/h das Auto beherrscht!
Zurück auf den alten Kontinent. Vergangenen Donnerstag zog der ACO die Starterliste für die 78.Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans. Für die Freunde der Sportprototypen ist die Nennung der 55 Starter immer wieder spannend wie die Ziehung der Lottozahlen. Auch in diesem Jahr wartet die Nennliste mit ein paar Überraschungen auf. Da ist zu allererst das Debüt von Nigel Mansell, der mit seinen Söhnen Leo und Greg den LMP1 Ginetta-Zytek mit der Startnummer 5 pilotieren wird. In der LMP2 erlebt Le Mans die Premiere der Acura aus der ALMS. Patron Highcroft Racing und Strakka Racing setzen auf den Acura ARX01. Jenes Fahrzeug, das die Amercian Le Mans Series des vergangenen Jahres dominierte. In der GT1-Klasse wird das Team von Matech Competition die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der Ford GT wird pilotiert von Natascha Gachnang und Cindy Allemann. Eine interessante Mischung! Die GT2 Klasse beeindruckt mich in diesem Jahr am meisten. Zwei Schnitzer BMW-M3, dazu die GT2 Corvettes und der brandneue Jaguar XKRS, zahlreiche Porsche GT3 und die Meute der Ferrari F430. Die GT2-Klasse verfügt über Klasse UND Masse. Gespannt darf man sein auf den Einsatz von Jean Alesi und Giancarlo Fisichella. Allerdings ist der Dienstwagen der beiden Ex-Formel 1 Piloten nur in der Nachrückerliste genannt.
Im Kampf um den Gesamtsieg sind natürlich die üblichen Verdächtigen gesetzt. Peugeot kommt mit drei 908 HDI-FAP sowie einen vierten 908er, der in diesem Jahr von ORECA-Matmut eingesetzt wird. Audi bringt drei nagelneue R15 TDI-plus an den Start. Aston-Martin ist mit zwei Werksautos gesetzt. Unterstützung erhoffen sich die Briten vom privaten Signature Plus Aston. Die komplette Nennliste für die 78. Ausgabe des Langstreckenklassikers habe ich hier.
Tja, ab Mittwoch stellt sich in Deutschland wieder der Formel 1 Hype ein! Die zweite Runde der Tests, diesmal auf dem Kurs von Jerez, steht an und mit Sebastian Vettel steigt ein weiterer Titelkandidat in den Ring. Mehr von den Test auf dem Circuit De Jerez dann im Verlauf der kommenden Woche.
Bis dahin, einen schönen Sonntag noch!
F1: Schumacher auf Augenhöhe
Guten Morgen aus Düsseldorf!
Vorzeitig Feierabend, aber trotzdem zufrieden. Michael Schumacher und Mercedes beendeten die dreitägigen Valencia-Tests früher als erwartet. Ein Hydraulikleck am GPW01 Dienstwagen setzte dem fröhlichen Rundendrehen gestern gegen 15:50 Uhr ein Ende.
Fast 60.000 Zuschauer waren während der drei Testtage an der Strecke, das allein ist schon mehr als rekordverdächtig. Fernando Alonso wird den Support seiner spanischen Landsleute ganz sicher bemerkt haben. Doch auch die deutsche F1-Fraktion konnte sich nicht über mangelndes Interesse beklagen. Der zur RTL-Gruppe gehörende Nachrichtensender n-tv schaltete immer wieder LIVE nach Valencia. Bilder und der Kommentator waren auf der Höhe des Geschehens, was will man mehr. Bemerkenswert fand ich übrigens das spontane Interview, was n-tv Mann Felix Görner mit Schumacher-Pressedame Sabine Kehm führt. Erstmals seit Ewigkeiten hatte ich den Eindruck, das Frau Kehm mehr als nur die üblichen Presse-Worthülsen zu verkünden hatte. Der Spaß und die Begeisterung waren auch bei ihr spürbar!
Insgesamt 82 Runden spulte Schumacher ab. Das positive Fazit: Dritter Platz im gestrigen Zeitentableau und zufriedene Gesichter im Team und bei der deutschen Presse. Schumacher auf Augenhöhe mit Alonso und Button, schreibt unser Dorfblättchen heute. Eine korrekte Einschätzung der RP-Sportredaktion. Allerdings relativiert Schumacher selbst: Ich gehe davon aus, dass wir nicht unbedingt gleich die ersten Rennen gewinnen können. Der Anfang ist auf jeden Fall gemacht. Durchaus gut, denke ich.
Weniger gut sind die seltsamen Gerüchte um Stefan Grand Prix, die seit ein paar Tagen aufkommen. Der Serbe Zoran Stefanovic hat sich auf der Toyota-Resterampe bedient und plant, den Startplatz von Campos zu übernehmen. Bei Campos will, so wird berichtet, der Portugiese Tony Texeira investieren. Dumm nur, das Texeira noch angeblich Acht Millionen Euro Schulden bei Ferrari hat. Texeira war Promoter der pleite gegangenen A1GP-Serie und hat seitdem ein, sagen wir mal, gespanntes Verhältnis zu Bernie Ecclestone. Bernie selbst sieht wohl Stefan GP als Platzhalter für den Fall, das USF1 und/oder Campos nicht an den Start gehen werden. Lustig ist in dem Zusammenhang der Name Ralf Schumacher. Die Presse spekuliert kräftig über eine F1-Rückkehr von Schumi II im Stefan GP Cockpit….
…. das Monster. Robby Gordon twitterte heute früh die ersten Fotos von seinem Dienstwagen fürs anstehende Daytona 500. Der Monster-Toyota und der Monster-Laster machen eine gute Figur!
Zum Schluß des Tages noch ein kurzer Blick in die Le Mans Series. Gestern präsentierte die ELMS das Starterfeld für die Saison 2010. 44 Autos, davon 11 LMP1. Nicht schlecht, selbst wenn Urgestein Henri Pescarolo sein LMP1-Programm aus finanziellen Gründen einstampfen musste. Immerhin setzt ORECA einen Peugeot 908 HDI-FAP ein. Signature Plus fährt das bewährte Aston-Martin Auto mit Lola-Chassis. Gespannt sein darf man auf den Beechdean-Mansell-Zytek. Papa Nigel mit seinen Söhnen Leo und Greg werden die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Kolles-Audi sind natürlich mit dabei. Selbst das Werksteam hat zwei Audi R15 eingeschrieben. Ich glaube allerdings, das die Joest-Werkswagen nur den Auftakt in Le Castellet fahren, dazu die 1000 Kilometer von Spa als Generalprobe für die 24 Stunden von Le Mans. In der kleinen Prototypenklasse sind 16 LMP2 Autos gemeldet, darunter ein Acura ARX-01 aus der ALMS, den ich mit Spannung erwarte. Genau so wie die bunte Mischung der GT2 Autos. Hochinteressant wird der Einsatz des AF Corse Ferrari F430 mit Jean Alesi und Giancarlo Fisichella und der Auftritt des Schnitzer-BMW M3, pilotiert Jörg Müller und Dirk Werner. Die GT1 Klasse können wir uns schenken, nur zwei Saleen S7-R sind gemeldet. Die dicken GT Autos, wie die beliebten Corvettes, treten in der FIA-GT Weltmeisterschaft an. Doch dazu mehr in den nächsten Tagen.
Bis dahin, einen schönen Tag noch!
F1: Ganz schön flott
Montagnachmittag, kurz vor halb vier, in einer Werkstatt in Langenfeld. Die Arbeiten an meinem 48er Ermini sind plötzlich Nebensache, denn n-tv liefert Livebilder aus Valencia. Selbst ich, seit 1991 traditionell ein Schumi-Skeptiker, bin inzwischen gefangen vom Medienhype. Und dann rollt der silberne Renner aus der Box, umringt von 280 Medienvertretern. Schumachers roter Helm, der gelbe Kameradummy auf der Airbox und der traditionell silberne Mercedes GPW01 bilden die Farbkomposition des ganz großen Comebacks. Dann prägt mein Crewchief André den Satz des Tages: On Your Knees, The King Is Back!
Gut, Testzeiten sollte man nicht überbewerten. Bei Schumacher Nachmittagsritt hatte die Strecke mehr Gummi und die Temperaturen waren auch ganz okay.Mein Tipp für die schnellste Schumi-Zeit, 1:13.250, knackte Schumacher gegen Ende des Tests locker. Das hat mich dann doch wirklich überrascht. Hier die Zeiten von Montag:
- F. Massa Ferrari F10 1:12.574
- P. de la Rosa BMW Sauber C29 1:12.784
- M. Schumacher Mercedes GPW01 1:12.947
- N. Rosberg Mercedes GPW01 1:13.543
- G. Paffett McLaren MP4-25 1:13.846
- R. Barrichello Williams FW32 1:14.449
- S. Buemi Toro Rosso STR5 1:14.762
- R. Kubica Renault R30 1:15.000
Bei all dem Hype um Schumacher ging Pedro De La Rosas Zeit ein wenig unter. Der 38-jährige Spanier war mit dem neuen Sauber auch ganz schön flott unterwegs. Kamui Kobayashi bestätigte gestern die guten Sauber Zeiten und war Zweitschnellster des Tages hinter Felipe Massa. Nico Rosberg hatte übrigens ein paar Unpässlichkeiten mit seiner Sitzposition im neuen GPW01. Einfach ein Kissen unter den Hintern, dass geht leider nicht. Dazu, so liest man, ist Rosberg wohl ein wenig genervt von den vielen ungebetenen Ratschlägen im Umgang mit seinem Teamkollegen. Immerhin, Rosberg war gestern schneller als Schumacher. Hier die Zeiten von Dienstag:
- F. Massa Ferrari F10 1:11.722
- K. Kobayashi Sauber C29 1:12.056
- L. Hamilton McLaren MP4-25 1:12.256
- R. Kubica Renault R30 1:12.426
- N. Rosberg Mercedes GPW01 1:12.899
- R. Barrichello Williams FW32 1:13.377
- S. Buemi Toro Rosso STR5 1:13.849
Heute ist in Valencia wieder Michael-Schumacher-Tag! Der Kerpener wird den gesamten Testbetrieb fahren und erstmals auf Fernando Alonso und Jenson Button treffen. Die Medien sind natürlich wieder voll unter Strom, allerdings kühlt Ross Brawn die Gemüter in einem druckfrischen Interview mit dem SID bereits ab: Beim Testen geht es um Arbeitsprogramme. Ich denke nicht, dass er sich darüber Gedanken macht. Für uns ist das kein Thema, so etwas könnte das Testprogramm stören. Aufregend wird es erst bei ersten Rennen.
Ab 10 Uhr hat N-TV wieder eine Live-Schalte nach Valencia im Programm. Die schreibenden Reporter der britischen Autosport haben einen Liveticker eingerichtet, der ständig aktuell vom Testgeschehen berichtet. Tolle Sache, wie ich finde! Da gibt es ab 10 Uhr kontinuierliche News und Statements live. Um 17 Uhr hat Schumi Feierabend, dann ist der dritte und letzte Testtag beendet. Eine detaillierte Zeitenliste der Tests gibt es dann bei den Timekeepern von TSL Timing Solutions. Und spätestens in den Abend-Nachrichten von RTL, N-TV der ARD und dem ZDF ist Schumacher wieder Sportthema Nummer Eins. Für Schumi-News rund um den dritten Testtag ist also gut gesorgt.
Geniesst den Tag und Tschüss bis morgen!
Daytona: Rocky holt die Rolex
Mike Rockenfeller gewann gestern mit dem Action-Express Porsche-Team die 24 Stunden von Daytona, den ersten Langstreckenklassiker der Saison!
Daytona erlebte noch einen weiteren großen Moment! 20 Stunden fuhr der Brumos-Porsche, dann schlug die Defekthexe zu und Hurley Haywood beendete seine beeindruckende Rennfahrerkarriere an der Box.
Der 61-jährige gewann die 24 Stunden von Daytona insgesamt fünfmal: 1973 und 1975 gemeinsam mit dem legendären Peter Gregg. 1977 mit John Graves und Dave Helmnick, 1979 mit Ted Field und Danny Ongais und 1991 mit den Legenden Bob Wollek und Henri Pescarolo. Dreimal gewann Haywood die 24 Stunden von Le Mans: 1977 mit Jackie Ickx und Jürgen Barth, 1983 mit Vern Schuppan und Al Holbert auf dem legendären Rothmans-Porsche 956C und 1994 mit Yannick Dalmas und Mauro Baldi. Nach dem Tod von Peter Gregg übernahm Haywood 1980 die Leitung des Porschezentrums Brumos in Jacksonville/Florida. Einer der ganz Großen des klassichen Langstreckensports hängte gestern den Helm an den berühmten Nagel. Ich hatte das große Glück, Hurley Haywood Anfang der Achtziger Jahre einmal persönlich zu treffen. Das war die Zeit als aus Langstreckenrennen plötzlich 24-Stunden-Sprints wurden und rechnergestützte Rennstrategien den Stoppuhr-Drückern den Rang abliefen. Haywood machte kein Hehl daraus, das war nicht mehr seine Art Langstreckenrennen zu fahren. Trotzdem blieb er seinem Lieblingssport treu. Bis gestern!
Haywoods Abschiedspressekonferenz, bewegende Momente eines großen Motorsportlebens!
Das wars auch schon für heute. Mittwoch gibts mehr von den F1-Tests in Valencia. Mit Spannung erwarte ich den Auftritt des neuen Mercedes GPW01. Übrigens, der neue Renault R30 ist optisch ein echter Hingucker und erinnert in der klassischen Schwarz-Gelb Lackierung an die Renault Turbos aus den Achtzigern….
Bis dahin, einen schönen Tag noch!
Happy Birthday Porsche Museum!
Guten Morgen aus Düsseldorf!
Das Porsche Museum feiert Geburtstag!
Über 530.000 Besucher aus aller Welt, 2.555 Führungen und 14.326 gegrillte Steaks im Restaurant “Christophorus” – das Museum der Porsche AG kann ein Jahr nach seiner Eröffnung, am 31. Januar 2010, auf eine positive Bilanz zurückblicken. “Unser Museum hat sich in den ersten 365 Tagen zu einer lebendigen Einrichtung entwickelt. In vielerlei Hinsicht wurden unsere Erwartungen deutlich übertroffen”, freut sich Achim Stejskal, Leiter des Porsche-Museums.
Den ersten Geburtstag nimmt das Porsche Museum heute zum Anlass, den Besuchern erstmalig Einblicke hinter die Kulissen zu gewähren. So werden die gläsernen Türen zur Museumswerkstatt geöffnet, damit man dem Mechaniker-Team bei der Restaurierung historischer Porsche-Fahrzeuge über die Schulter schauen kann. Auch die Veranstaltungsebene, die normalerweise für Ausstellungsbesucher nicht einsehbar ist, wird in die Geburtstagsaktivitäten eingebunden. Neben einem eigens eingerichteten Porsche-Kino können hier auch die Kinder am Basteltisch kreativ sein.
Zudem gibt es für die Besucher die Möglichkeit, für ein Erinnerungsfoto in einem 911 Speedster Platz zu nehmen. Auch Rennsport-Begeisterte werden auf ihre Kosten kommen: Porsche-Werksfahrer Marc Lieb beantwortet während einer Autogrammstunde Fragen rund um das Thema Motorsport. Ebenso stellt Lieb die Ausrüstung und Kleidung der Rennfahrer vor. An einem Porsche 911 GT3 R aus der aktuellen Saison 2010 demonstriert ein Renningenieur, wie anhand eines Laptops wertvolle Daten für Renneinsätze ausgelesen werden. “Darüber hinaus werden wir in der Ausstellung sowie in der Museumswerkstatt regelmäßig unsere Fahrzeuge starten – ein wahrer Hörgenuss”, ergänzt Museumschef Achim Stejskal.
Wer einmal in Stuttgart ist, der sollte sich dieses einzigartige Museum auf keinen Fall entgehen lassen. Mehr übers Porsche Museum gibt es natürlich auf der offiziellen Website des Hauses. Meine komplette Fotostrecke mit allen wichtigen Exponaten des Porsche Museums gibt es hier.
Viel Spaß damit und noch einen schönen Sonntag!
F1: Die neuen Rivalen
Guten Morgen aus Düsseldorf!
Mit den offiziellen Präsentationen von Ferrari und McLaren haben die großen Mercedes-Rivalen ihre aktuellen Fahrzeuge präsentiert. Beide neuen F1-Boliden finde ich optisch ansprechend. Selbst die Leitblechkapuze des neuen McLaren wirkt gelungen.
Mit dem neuen MP4-25 und dem Weltmeister-Duo Jenson Button und Lewis Hamilton will der britische McLaren-Rennstall in dieser Saison um den Formel-1-Titel fahren. „Die Nummer 1 auf dem Auto ist etwas ganz Besonderes. Aber ich darf nicht mehr daran denken und muss mich auf die Zukunft konzentrieren”, sagte Neuzugang Button am Freitag bei der Präsentation des neuen Rennwagens in Newbury.
Der Titelverteidiger hatte sich gegen das neue Mercedes-Werksteam entschieden und war nach der Übernahme von BrawnGP zu McLaren gewechselt. Die Briten werden auch in diesem Jahr mit einem Mercedes-Motor an den Start gehen. Die Saison beginnt am 14. März in Bahrain. Zum ersten Mal in der Formel-1-Geschichte fahren bei McLaren die Weltmeister der beiden Vorjahre in einem Team. Hamilton hatte den Titel 2008 gewonnen. „Eine starke Fahrerpaarung ist in diesem Jahr sehr wichtig, weil es sehr viele konkurrenzfähige Teams und Piloten gibt”, sagte Hamilton. Teamchef Martin Whitmarsh erwartet „eine enorm harte Saison”, stellte aber klar: „Wir wollen gewinnen.” Seine Jungfernfahrt macht der neue Bolide am kommenden Montag bei den offiziellen Tests in Valencia. Dann treffen die Briten auch erstmals auf die Titelrivalen Ferrari und Mercedes.
Es ist eine Pole Position, für die man sich nichts kaufen kann. Ferrari hat als erstes Team das neue Auto für die Formel-1-Saison 2010 präsentiert, einen Tag früher als McLaren, vier Tage vor Michael Schumachers Premierenfahrt im Mercedes GPW01 und zwei Wochen bevor Sebastian Vettel zum ersten Mal seinen neuen Red Bull RB6 zu Gesicht bekommt. Im letzten Jahr erwies sich Ferraris Vorsprung auf dem Parkett als trügerisches Omen. Die Saison endete im Mittelmaß. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo erwartet von Stefano Domenicalis Mannschaft Wiedergutmachung. „Lasst uns in eine bessere Zukunft blicken.”
Ferrari gab sich bescheiden. In einer Woche, in der beim großen Bruder Fiat Arbeitsplätze gestrichen werden, feiert man besser zurückhaltend. Eines war dem Präsidenten aber ganz wichtig. Ferrari ist wieder ein italienisches Team. Alle Reden wurden in Landessprache gehalten, vom Band lief italienische Musik. Der neue Motorenchef Luca Marmorini ist Italiener, der Technikdirektor Aldo Costa sowieso, und Chefdesigner Nicolas Tombazis, von Geburt eigentlich Grieche, wurde von Montezemolo kurzerhand eingemeindet. „Es ist schön, dass die Amtssprache hier wieder Italienisch ist.” Montezemolo war bemüht, denen sein Vertrauen auszusprechen, die im Vorjahr nur einen Grand-Prix-Sieg abgeliefert haben. „Unser Teamchef Domenicali ist jung, er ist ein Eigengewächs, und er hat Führungsqualitäten gezeigt. Und Aldo Costa hat oft genug Autos gebaut, die Rennen gewinnen können.” Schöne Worte allein werden aber nicht ausreichen. Die Währung in diesem Geschäft ist die Rundenzeit. Der neue Ferrari F10 macht auf der Bühne eine gute Figur, doch erst in einer Woche wird man eine Vorahnung haben, ob Costas Truppe gute Arbeit geleistet hat. „Dann weiß ich, ob ich mich in einem Rennauto wohl fühle”, sagte Neuzugang Fernando Alonso. Costa fasste die Aufgabe des Konstruktionsbüros in einem Satz zusammen: „Dieses Auto muss die Saison 2009 vergessen machen.” Der F10 sieht aus wie eine Stretchversion des alten F60. Mit bloßem Auge sind seine Innovationen nicht erkennbar, sieht man einmal von der hohen Geiernase ab, die erkennbar beim letztjährigen Red Bull abgekupfert ist.
Am Montag beginnen in Valencia die F1-Testfahrten. Mit Spannung wird der erste Rollout des neuen Mercedes GPW01 erwartet. Und natürlich…. Michael Schumacher!
Bis dahin, ein schönes Wochenende!
Textauszüge: F.A.Z. Bildmaterial: AFP, dpa
DTM: Shanghaied in Shanghai
Guten Morgen aus Düsseldorf!
Da hat sich die DTM doch glatt schanghaien lassen und fährt ihr Saisonfinale am 31. Oktober in Shanghai. Ganz ehrlich, ich glaube die DTM hat sich mit diesem Termin keinen Gefallen getan. Seit Anbeginn des Championates gehörte der Saisonabschluß auf einer deutschen Rennstrecke zum guten Ton. Einzige Ausnahme war 1987, da fand das Saisonfinale auf dem Salzburgring statt.
Die, nach eigener Aussage, populärste internationale Tourenwagenserie der Welt hält es also für nicht mehr nötig, ihren Saisonabschluß vor heimischen Publikum auszutragen. Aber okay, der ach so wichtige Wachstumsmarkt China will schließlich gefüttert werden. Dafür wird jetzt ein Stadtkurs aus dem Boden gestampft, bei dem hoffentlich nicht wieder die Kanaldeckel fliegen gehen wie weiland 2004, als beim ersten Shanghai-Auftritt der DTM Bernd Mayländer Bekanntschaft mit so einem Stahlteil machen mußte. Die DTM, so habe ich den Eindruck, will unter allen Umständen internationales Flair in ihre maue und (mit Verlaub) inzwischen abgehalfterte Rennserie bringen. Und ich hoffe, das es auf lange Zeit das letzte Rennen dieser unsäglichen Deutschen Tourenwagen Masters war…..
Das war genug Wut, jetzt aber zu den positiven Dingen des Tages. Audi fährt in Spa! Gestern verkündeten die Ingolstädter, das mit dem Duisburger Andre Lotterer, dem Schweizer Marcel Fässler und dem Franzosen Benoit Treluyer ein neues junges Fahrertrio für den R15TDI verpflichtet wurde. Eine gute Entscheidung, wie ich finde. Fabelhaft ist auch, das Audi in diesem Jahr wieder bei den 1000 Kilometer von Spa ( 9. Mai ) antreten wird. Die Generalprobe für die 24 Stunden von Le Mans ließ Audi im vergangenen Jahr ja ausfallen um dann in Frankreich gegen Peugeot zu verlieren. In diesem Jahr wird Audi-Boss Dr. Ullrich diesen Fehler nicht wiederholen. Ich freu mich auf Spa und natürlich auf Le Mans. Beide Rennen werden Teil meiner Live-Dabei-Tour 2010!
Gestern stellte Ferrari seinen neuen F10 vor. Unter der Last von rund 3 Millionen Zusehern brach die Ferrari-Website phasenweise zusammen. Heute wird in Newbury das McLaren Team präsentiert. Ab 12 Uhr MEZ kann man im Web live dabei sein, wenn Lewis Hamilton, Jenson Button und der neue MP4-25 der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Ich werd leider nicht sehen können, zu viel Arbeit!
Und dann war da noch….
…Max Angelelli. Der Italiener sicherte sich gestern Abend die Pole zum 48. Rolex 24 At Daytona. Gemeinsam mit Pedro Lamy, Wayne und Rick Taylor fährt Angelelli den SunTrust Dallara/Ford Prototypen. Mike Rockenfeller im Action Express Porsche startet am Samstagabend von der achten Position. Hier der komplette Grid des Rolex 24 At Daytona.
…Patrick Dempsey. Der Hollywoodstar fährt beim Daytona 24 einen Mazda RX-8 GT und hat einige schöne Bilder vom gestrigen Trainings- und Qualifyingtag gefacebooked!
Ich meld mich dann mal ab, mein 1948er Ermini beansprucht heute meine volle Aufmerksamkeit.
Einen schönen Tag noch!
Daytona 24: Season Kick Off 2010
Guten Morgen aus Düsseldorf!
Die Vorbereitungen zum Aufbau meines Italo-Oldtimers laufen und am Wochenende gibt es mit dem Rolex 24 At Daytona den ersten richtig großen Event. Der Season Kick Off 2010 steht vor der Tür. Die Signale für die Motorsportsaison 2010 stehen auf Grün!
Daytona, Florida - Speed City USA. Mit dem achtundvierzigsten 24-Stunden Rennen beginnt traditionell die nordamerikanische Motorsportsaison. Auch aus europäischer Sicht ist dieses erste große Rennen des Jahres immer mehr als einen Blick wert. Vierundvierzig Starter treffen sich bereits heute zum Aufgalopp der Speedweek, die Daytona bis Mitte Februar in Atem hält. Höhepunkt der Speedweek ist natürlich jenes legendäre Daytona 500 am 14. Februar. Doch bis dahin bleibt ja noch ein wenig Zeit, denn am Wochenende startet erstmal die Grand Am Series in die Saison. Traditionell sind beim ersten 24-Stunden Rennen des Jahres auch immer einige Europäer am Start. Ex-Formel 1 Pilot Sebastien Bourdais fährt gemeinsam mit Christophe Bouchut, Emmanuel Collard, Sascha Maassen und Scott Tucker auf einem Riley/BMW des Crown Royal Teams in der Daytona Prototype Klasse. DTM-Pilot Mike Rockenfeller tritt auf einem Riley/Porsche des Action Express Teams ebenfalls in der Prototypen Klasse an. Die Liste der deutschen Starter wird komplettiert von Lukas Luhr im zweiten Crown Royal Riley/BMW. Dominik Farnbacher bewegt im Team von Alex Job Racing einen Porsche GT3. Wolf Henzler ist Teil des TRG-Teams und fährt wie Jörg Bergmeister (Flying Lizard Motorsports) und Timo Bernhard (TRG) ebenfalls einen Porsche GT3. Insgesamt 13 Porsche GT3 sind in der 30 Wagen starken GT-Klasse gemeldet.
Bei den Prototypen geben die üblichen Verdächtigen wieder den Ton an. Chip Ganassi setzt Scott Dixon, Dario Francitti und Juan Pablo Montoya in den Target/Riley/BMW. Das Schwesterauto wird pilotiert von Max Papis, Scott Pruett, Justin Wilson und Memo Rojas. NASCAR Champion Jimmie Johnson startet auf einem Riley/Chevrolet des GAINSCO Teams und wird unterstützt von Jimmy Vasser, Alex Guerney und Jon Fogarty. Nicht vergessen will ich den Renn-Renter Hurley Haywood, der auch in diesem Jahr wieder mit dem Brumos-Porsche antritt und von David Donohue, Butch Leitzinger und Raphael Matos unterstütz wird. Einen Favoriten auszumachen ist in diesem Jahr wieder etwas schwierig. Allerdings, hält die Technik, dürfte Chip Ganassi mit seinen Riley/BMW Prototypen nur schwer zu schlagen sein. Hier die komplette Starterliste des Rolex 24 At Daytona. Heute um 21:45 Uhr MEZ beginnt das Qualifying. Start zum 48. Rolex 24 At Daytona ist am Samstag um 21:30 Uhr MEZ. Gefahren wird auf dem 5,73 Kilometer langen Rundkurs im Infield des Daytona Speedway unter Einbeziehung der 31 Grad überhöhten Steilkurven. SPEED überträgt die Startphase der 24 Stunden ab 21 Uhr MEZ. Aktuelle Live-Informationen während des Rennens gibt es auch auf der Grand Am Website.
Und sonst….
Die DTM zieht es also nach Wiesbaden. Am 18. April findet die Serienpräsentation erstmals in der hessischen Landeshauptstadt statt. Ich sag mal, wers braucht, zwischen Kurhaus und Kaffeeklatschlokalen macht das Deutsche Tourenwagen Masters den kurenden Senioren sicher kreischend Spaß… Düsseldorf bleibt unerreicht!
In diesem Sinne, einen schönen Tag noch!
F1: Team Germany Formula One
Guten Tag aus Düsseldorf, noch einmal aus gegebenem Anlass!
Team Germany Formula One oder offiziell MercedesGP Petronas erblickte also heute mittag das Licht der Welt. Vor rund 600 geladenen Gästen, Mitarbeitern und der Motorsportpresse präsentierten Ross Brawn, Nick Fry und Norbert Haug den mit Hochspannung erwarteten Auftritt von Michael Schumacher. Die Statisten des Tages: Nico Rosberg und das alte Auto, das in neuer Lackierung auf die Bühne gerollt wurde. Ein wenig zu Unrecht, wie ich finde. Doch der Medienhype um den Rückkehrer Schumacher ließ kaum Platz für die eigentliche Message des Tages, die Rückkehr der Silberpfeile! Zumindest ging Daimler-Boss Zetsche auf diese historische Verknüpfung ein und sprach sogar von der Deutschen Formel 1 Nationalmannschaft. Ein durchaus passender Vergleich, wie ich finde. Zwar ist der Kern des Unternehmens nachwievor im englischen Bracknell, doch in der Euphorie des Tages sei dieser kleine geografische Lapsus einfach mal gestattet.
Mercedes hat es also geschafft, die erste große Hürde zu überspringen. Michael Schumacher präsentierte sich erstmals seit gefühlten hundert Jahren nicht im obligatorischen Rot sondern in hoffnungsvollem Weiss. Der Beobachter dieser Inszenierung spürte aber schnell, wieviel Spaß es dem Rückkehrer Schumacher und dem jungen Rosberg machte, als Team aufzutreten. Keine Frage, die “Schuberg - Rosmacher” Kombi stimmte uns heute vormittag auf eine hochkarätige Formel 1 Saison ein. Das läßt sich heute nachmittag auch bereits in den ersten Online-Ausgaben der deutschen Presse nachvollziehen:
Der Spiegel schreibt: Zwei Weltstars tun sich zusammen. Der 24-jährige Rosberg und der 41-jährige Schumacher sind die Könige dieses Projektes. Die FAZ vermeldet: Schumachers Neustart und hat damit sicherlich recht. Selbst das als durchaus seriös geltende Düsseldorfer Handelsblatt widmet sich dem Thema: Schumi und Rosberg stellen Silberpfeil vor. So bleibt der Silberpfeil bei einigen Online-Ausgaben DAS Thema. Die Welt und der Focus präsentieren: Schumis neuer Silberpfeil. Auch unsere Dorfzeitung, die Rheinische Post, widmet sich der Präsentation mit: Mercedes präsentiert neues Design. Äußerst interessant argumentiert der Stern heute: Goldesel im Schaufenster ist eine etwas sarkatische Story über den gewaltigen Hype, der durch Schumis Rückkehr zum Formel 1 Team von Mercedes nun deutschlandweit ausgelöst wird. Und natürlich sind auch die Blätter mit den GROSSEN Buchstaben präsent. Azubis rollen neu lackierten Renner rein, meldet die Express. Und die Bild, naja, da gibt es auf der Motorsportseite nur noch Schumi!
Bereits nächste Woche wird der Hype weitergehen, denn dann fährt der brandneue Silberpfeil mit Schumacher und Rosberg seine ersten Runden. Ab dem 1. Februar darf in Valencia getestet werden und ich bin mir sicher, RTL und Co werden jeden Schritt der Deutschen Formel 1 Nationalmannschaft verfolgen. Das bringt mich dann auch schon fast zum Ende. Rein theoretisch könnten wir in diesem Jahr also DREI WM-Titel feiern…. Wie bitte? Ja, klar….
Im Mai werden wir Eishockey-Weltmeister! Im Juli werden wir Fußball-Weltmeister!! Und im November werden wir Formel 1 Weltmeister!!! Na gut, das mit dem Eishockey wird wohl nix, aber laßt mich einfach mal träumen. Mit dem Fußball, wer weiss. Aber den F1 Titel, denn kann uns doch schon jetzt keiner mehr nehmen! Oder?
In diesem Sinne, einen schönen Tag noch!






























